Sie befinden sich in der Kategorie: "Blog"

Heute möchte ich euch ein kleines Setup mit auf den Weg geben, dass eigentlich relativ simple ist. Jürn brauchte für seine neue Webseite ein Porträt, dessen Bildidee und Wirkung er sich schon überlegt hatte. Für die Umsetzung wandte er sich an mich. Durch die genauen Vorgaben war das Setup schnell gefunden, aufgebaut und die Bilder innerhalb von 20 Minuten im Kasten. Nichtsdestotrotz möchte ich das Bild hier für euch noch einmal dekonstruieren und die Besonderheiten deutlich machen.

Die Basis des Bildes ist ein reinweißer Hintergrund. Um diesen zu bekommen habe ich einen Blitz mit Normalreflektor auf den Hintergrund gerichtet. Da es sich bei dem Bild nur um einen Close Up Headshot handeln sollte, hätte dieser wahrscheinlich auch ausgereicht. Um jedoch sicherzugehen die Fläche bis in die Ecken auszuleuchten und mir nachher Arbeit in Photoshop zu ersparen, nutzte ich den Blitz am Ende dann doch ganz ohne Reflektor.

Auch wenn die Nachbearbeitung ein Kinderspiel gewesen wäre, bin ich doch Fotograf und kein Photoshopper. Zudem steht mir im Studio genug Platz zur Verfügung, dass Streulicht, welches über Jürns Schulter fallen und ausgefressene Highlights verursachen könnte, kein Thema ist. Fürs Streiflicht links und rechts kamen zwei Striplights zum Einsatz, welche symmetrisch und mit gleicher Leistung auf einer Höhe aufstellt würden. Jürn brauchte sich nun nur noch genau zwischen die Striplights zu stellen und soweit vorzurücken, bis kein Licht mehr auf sein Gesicht fiel.

Hintergrund passte, Streiflichter passten, nun galt es nur noch das Hauptlicht einzustellen. Um die Streiflichter besonders gut zur Geltung zu bringen, entschied ich mich mit der Beautydish plus Wabe für ein sehr gerichtetes Licht. Danach waren nur noch 3 Bilder nötig um eine stimmige Mischung aus Haupt- und Streiflichtern zu finden. Inklusive Aufbau war das Setup innerhalb von 20 Minuten fertig.

Ich habe mit www.lightingdiagrams.com mal versucht eine kleine Skizze zu erstellen, damit ihr euch das ungefähr vorstellen könnt. Die Abstände stimmen nicht ganz, aber ich denke man bekommt eine gute Idee vom Aufbau.

Gerade wenn man mit vielen Lichtern arbeitet ist mein Tipp für euch, immer einer Lichtquelle nach der anderen einzustellen. Wenn ihr alles auf einmal aufbaut und munter drauf losblitzt, findet ihr nur sehr schwer heraus wo ihr wie runterregeln müsst.

Schaut euch das Ergebnis auf www.juern.de an und denkt dran "turn the Light on"

 

Ohne Hauptlicht:

Mit Hauptlicht:

 

 

Wie Danbo seine Flügel bekam…
Ein Blogbeitrag von Daniel Schneider
 

Die kleine Danbo Figur hat sich zu einem Liebling von Fotografen auf der ganzen Welt entwickelt. Durch eine Ausdruckskraft, die man der knapp 6cm hohen Figur kaum zutraut, hat sie es geschafft eine der meistfotografierten Makromotive der letzten Jahre zu werden  ohne dabei je langweilig zu sein. Dies kommt vor allem durch die Tatsache, dass Danbo ein sehr dankbares Fotomotiv ist.

Im Rahmen meiner Vorbereitung für den Von Kleinen Welten und großen Szenen – Workshop machte es natürlich Sinn nicht nur wieder mit meinen geliebten Gummibärchen zu arbeiten, sondern mich auch einmal in andere Territorien vorzuwagen. Eine Danbo Figur zu besorgen war nicht sonderlich schwer, auch wenn der Versandt aus Asien recht lange gedauert hat und etwas Geduld nötig war bevor der putzige Kerl auf meinem Schreibtisch stand. Dies gab mir jedoch genug Zeit mir Gedanken über ein passendes Setup zu machen um die Figur richtig in Szene zu setzen. Aufgrund seiner Größe eignet sich die Figur natürlich hervorragend um Bokeh-Aufnahmen zu machen, doch ich wollte einen Schritt weiter gehen, als sie einfach nur in den Garten oder irgendwelche Nachtszenen zu setzen. Recht schnell formte der Gedanke erneut etwas in Richtung Bokeh-Shaping zu machen, also die Birnen einer Lichterkette geschickt anzuordnen um mit dem resultierenden Bokeh Formen zu erzeugen. Hierbei sind der Vorstellungskraft natürlich keine Grenzen gesetzt und doch kam mir recht schnell die Idee Danbo Flügel zu verleihen.

Bokeh-Shaping ist eigentlich nicht schwer, allerdings gibt es einige Dinge die man beachten sollte. Es empfiehlt sich mit einer festen schwarzen Pappe zu arbeiten, auf der man die Birnen der Lichterkette anbringt, so bleibt der Hintergrund in Form selbst wenn man ihn nachher noch einmal bewegen sollte. Bokeh ergibt sich immer aus dem Verhältnis zwischen der Distanz von Kamera zum Objekt und Objekt zum Hintergrund. Dieses Verhältnis zusammen mit der Brennweite bestimmt dann auch die Größe der Bokeh-Kugeln. Will man große Kugeln bekommen ist eine längere Brennweite zu empfehlen, mit  möglichst geringen Objekt-Kamera Distanz; will man kleinere Kugeln bietet sich eine kürzere Brennweite mit einer größeren Objekt-Kamera Distanz an. Hierbei lässt sich dann auch noch mit der Objekt-Hintergrund Distanz spielen um weitere Varianz zu erhalten. Generell kommt man aber auch sehr schnell durch ausprobieren ans Ziel. Dritter Punkt den es zu beachten gilt, ist die Distanz zwischen den eigentlichen Birnen auf der Pappe. Diese sollte nicht zu klein gewählt werden um noch eine klare Separation zwischen den einzelnen Bokeh-Kugeln zu haben.

Wie bei jedem anderen Bild so galt auch hier erst einmal zu überlegen, wie das fertige Produkt am Ende aussehen sollte um eine Vorstellung zu bekommen, wie das Ganze technisch umgesetzt werden kann. Da ich ein miserabler Zeichner bin, habe ich gleich ganz drauf verzichtet irgendwelche Skizzen zu machen, sondern in meinem Notizbuch nur „Bokehflügel auf schwarzem Grund“ festgehalten. Mir war dabei jedoch klar, dass das Endresultat symmetrisch sein sollte, will heißen, die Danbo Figur in der Mitte des Bildes mit gleichen Flügeln auf der linken und rechten Seite. Um einen guten Kontrast im Bild zu bekommen, sollte das Ganze dann noch mit Aufsteckblitzen belichtet werden. Hierbei wollte ich ein Hauptlicht von oben kommen lassen und dies durch zwei  Streiflichter, links und rechts, ergänzen. Um eine möglichst mystische Stimmung zu erzeugen, und die warmen Bokeh-Kugeln im Einklang mit der Blitzlichtbeleuchtung erscheinen zu lassen, galt es das ganze Bild sehr warm zu halten. Am Ende dieser Überlegung kam mir dann noch die Idee mit einem Licht zu arbeiten, dass ich direkt in die Kamera blitzen lassen würde, um so ein paar Flares und ein schönes Leuchten von oben zu bekommen.

Der Aufbau des Setups gestaltete sich am Ende recht einfach und schnell. Erst einmal galt es hier die Pappe vorzubereiten und aufzuhängen. Um wirklich sicher zu gehen, eine möglichst symmetrische Aufteilung links und rechts zu erhalten, habe ich die Pappe halb gefaltet und dann lediglich einen Flügel aufgemalt. Um die Lichterkette sicher anzubringen war es am einfachsten die Pappe mit einem Stift zu durchstoßen und die Lampen von hinten anzubringen, so entgeht man auch einem Kabelgewirr auf der Frontseite.
 

Wie auf den Bildern zu erkennen ist, war die Farbtemperatur auf Seiten der Kamera sehr warm eingestellt, doch dazu später noch mehr.  Nun galt es die Danbo Figur vor den Flügeln anzubringen. Hierzu habe ich mich für eine Schnurrlösung entschieden, die, wie sich nachher herausstellen sollte, nicht so ideal war, jedoch hatte ich leider keinen festen Draht im Haus, was die Nachbearbeitung ein wenig erschwerte.

Nachdem die Figur aufgehängt war, würde das Blitzsetup aufgebaut. Aufgrund der geringen Größe der Figur war es nicht nötig irgendwelche Lichtformer zu benutzen, da die Blitzköpfe im Verhältnis zur Figur als große Lichtquellen anzusehen waren. Zudem musste ich die Abstände generell sehr gering halten um zu verhindern, dass sich das Blitzlicht im Raum ausbreitet und auf meinen Hintergrund fiel.

Der geringe Abstand brachte aber auch Nachteile mit sich. So mussten die Blitze auf nahezu minimale Leistung gestellt und das Hauptlicht sogar noch mit Graufolien bestückt werden um nicht zu stark zu sein. Zwar hätte es die Möglichkeit gegen das Objektiv abzublenden, doch dies hätte auch bedeutet, dass die Bokeh-Kreise im Hintergrund nicht mehr perfekt rund geblieben wären.
Wie schon zuvor angesprochen wurde die Farbtemperatur nach oben gesetzt um die Lichterkette noch oranger leuchten zu lassen. Hier mussten dann natürlich auch die Blitze angepasst werden. Mit bis zu 2 ½ CTO Folien bestückt gaben diese nun ein sehr warmes Licht an und die Gesamtlichtstimmung fügte sich so gut zusammen.

Dieses Bild zeigt die aufgehängte Danbo Figur lediglich mit dem Vorhanden Umgebungslicht fotografiert. An sich schon recht nett, doch bei weitem noch nicht so wie ich mir das vorgestellt hatte.

Um das Bokeh herauszubringen wurde die Blende in diesem Bild auf f/2.8 geöffnet und die Belichtungszeit verkürzt. Lediglich die Lichterkette und die leuchtenden Augen der Figur sind zu erkennen. Hier gilt es nun das Blitzlicht hinzuzufügen.

Erst das Hauptlicht von oben. Die Figur ist nun gut zu erkennen, obwohl alle Teile, die das Licht nicht trifft, wie der Bereich unter dem Kopf oder die Beine, komplett im Dunkeln verschwinden.

Durch den Einsatz der Streiflichter werden die vorher im Schatten liegenden Bereiche nun definiert und erhalten Substanz.

Mit allen Lichtern zusammen ist das Bild nun schon deutlich interessanter  und könnte eigentlich schon so stehen gelassen werden, doch wollte ich das alles noch ein wenig steigern. Um nun ein Extraelement hinzuzufügen, wird ein weiterer Blitz über der Danbo Figur direkt auf die Linse gerichtet. Um hier verschiedene Positionen auszuprobieren und den Effekt zu verstärken oder zu schwächen wurde dieser Blitz per Hand gehalten und während des Fotografierens bewegt.

Erneut würden mehrere CTO Folien auf den Blitz gepackt um das Licht an die Lichtstimmung anzupassen. Mit dem Zoomfaktor wie auch der Stärke des Blitzes würde gespielt, bis das Ergebnis gefallen hat. Hier kann man keine wirkliche Empfehlung geben, sondern es ist einfach ausprobieren angesagt.

Hier nun das fertige Bild direkt aus der Kamera. Kein Photoshop, keine wilden Kameraprofile, keine Nachbearbeitung, sondern lediglich reine Fotografie. Ganz ohne Photoshop geht es dann allerdings doch nicht. So würde der Kontrast in der Nachbearbeitung noch ein wenig erhöht, die Schnüre aus dem Bild entfernt, die Figur ein wenig ausgerichtet und noch einmal ein paar Bokeh-Kugeln hinzugefügt um den Eindruck von Flügeln zu verstärken.

 

Mehr dann am 20.10.2012 beim Workshop
"Von kleinen Welten und großen Szenen – experimentell-kreative Blitzlichtfotografie"

 

 

Stefan Groenveldt hat über das Thema bereits 2011 gebloggt und ich hatte dieses damals auf meiner privaten Seite mit einem kleinen Blogbeitrag erweitert. Da ich immer wieder gefragt werde, welche Kamera ich den empfehlen würde, möchte ich heute ein Bild zeigen welches nicht mit einer großen und schweren DSLR-Kamera aufgenommen wurde. Ich hatte diese schlicht und ergeifend nicht dabei. Ich mag das Bild und es sollte zeigen das Komposition und Licht in der Fotografie wohl das wichtigste ist und die Kamera eher zweitrangig. Ich weiß das mein gezeigtes Bild ein paar kleine Fehler besitzt, aber auch dieses ist meiner Meinung nach eher unwichtig, den die Stimmung die ein Bild erzeugt ist wiederum viel wichtiger als ein perfekt technisches Bild.

Ich weiß natürlich auch, das eine große und dicke schwarze Spiegelreflex ihre Reize und Vorteile hat, denn ich habe meine eigentlich fast immer dabei, allerdings sollte man sich bewusst sein, das nicht die Kamera das Bild macht sondern der Fotograf. Mit den passenden Gläsern kann man sein Ideen, seinen Blick noch besser umsetzen, denn einige Bilder sind ohne das richtige Glas eben nicht möglich, aber hierzu lest mal den Beitrag von Stefan.

Mit dem Handy oder einer kompakten muss man allerdings immer ein paar Kompromisse eingehen, wie z.b Fehlende Tiefenunschärfe. Wenn das vorhandene Licht stimmt, wie in meinen Bild das klassisches Fensterlicht ist die Kamera fast egal. Karl Taylor hat in einem Youtube-Video ein paar echt klasse Beispiele gezeigt wie man mit der kompakten tolle Fotos hinbekommt.  Also raus mit euch aus den Foren und Community, geht raus und habt Spass an der Fotografie. Egal mit welcher Kamera.

(Klick macht Bild groß) – Geschossen mit einem Iphone 4

 

 

1 Jahr Studio Barmbek – ein Dankeschön
Wie bereits auf meinem privaten Blog erwähnt gibt es einen Grund zu feiern, denn vor etwas über einem Jahr habe ich
Studio Barmbek gegründet und somit gibt es was zu feiern. Fast 180 Teilnehmer haben mein Kurse besucht. Der First Steps Workshop hat den Startschuss gegeben und war beim ersten Mal gleich ausgebucht. Das war damals für mich ein tolles Gefühl.  Mit Corwin von Kuhwede, Slava Ebinger, Leo Bloom, Daniel Schneider, Sam Jost, Martin Schumann (gebt ihm eine Webseite !) und "Antje Kröger" hatte ich bisher großartige Gast-Dozenten die im Studio Barmbek referierten. Da wird aber auf jeden Fall noch einiges passieren. Im Oktober wird z.b Andreas Jorns zwei Workshops geben, einen davon werden wir auch gemeinsam geben. Freuen wir uns also auf das was noch kommen mag.

Eigentlich war ein großes Sommerfest geplant, leider war das zeitlich nicht möglich, so das ich dieses fürs nächste Jahr plane. Ein kleines Dankeschön habe ich aber trotzdem für euch. Von 27.09.2012 bis 04.10.2012 gibt es 20 % Jubiläumsrabatt auf fast alle Kurse*

Ausserdem verlosen ich einen Workshopplatz für den Kurs: "Von Kleinen Welten und großen Szenen" am 20.10.2012

So kannst du an der Verlosung teilnehmen:

http://studio-barmbek.de/wp-content/gallery/workshop-ergebnisse/Workshop%20Bilder%20(15%20von%2024).jpg- Veröffentliche in Deinem Blog, auf Deiner Webseite einen Link zu dieser Seite:
http://studio-barmbek.de/2012/09/1-jahr-studio-barmbek

- oder Veröffentliche diese Aktion auf deiner Facebook Pinnwand und markiere
Studio Barmbek (Du musst um uns zu markieren erst Fan werden!).

- wenn du kein Facebook hast oder keinen Blog,  kannst du auch einen Kommentar hier
hinterlassen, warum außgerechnet du einen Kurs gewinnen willst. (überzeuge mich *G*)

Damit ich das auch mitbekomme, dass du teilnimmst,
solltest du mir Teilnahme zeigen:

- Du kannst auf Facebook die Studio Barmbek Fanpage markieren um teilzunehmen.
- Füge den Link zu deinem Artikel als Kommentar unten auf dieser Seite ein.
- Du kannst mir eine Mail zukommen lassen: Kontakt.

Die Aktion endet am 04.10.2012.
Der Gewinner wird von mir via Facebook oder per Mail benachrichtigt.

* (ausgenommen "Eye on Hamburg", Gutscheine und Kombipreise – Rabatt wird bei der Buchung abgezogen)

 

8 Teilnehmer und ein Ziel: eine sechsteilige Bildserie. Eye on Hamburg ging nach der Premiere in die zweite Runde. Wieder einmal bin ich begeistert, was für tolle Bildserien entstanden sind. Diesmal hatten allerdings 3 Teilnehmer das gleiche Thema. Umso spannender war es zu sehen, dass alle das Thema etwas anders angegangen sind. Der nächste Termin ist am 14. Oktober 2012 wobei zum aktuellen Zeitpunkt nur noch ein freier Termin verfügbar ist. Aber weil die Nachfrage so hoch ist, habe ich heute einen weiteren Termin angesetzt. Am 21.Oktober können nun wieder 8 Leute teilnehmen.

Bernd – Auf den zweiten Blick

Caroline – Auf dem Boden

Henning – Detailansichten

Matthias – Auf dem Boden

Melina – Gegenlicht

Sebastian – Tiefe

Robert – Unscharf

Jürgen – Auf dem Boden

 

Ich habe mit dem "Portrait Workshop" und dem "First Steps 2 – Eye on Hamburg" neue Worshop Konzepte ins Leben gerufen. Umso erfreuter war ich, dass gerade meine Idee des etwas anderen "Einsteiger Workshops" so gut angenommen wurde, denn der erste Termin war komplett ausgebucht. Ich habe bereits auf meiner persönlichen Seite über den Portrait-Workshop gebloggt und über die kleinen Startschwierigkeiten berichtet. Der Eye on Hamburg Kurs bliebt davon leider nicht unberührt, denn anstatt 10x15cm Leporellos wurden 20x15cm Leporellos geliefert, was am Ende des Workshop Tages bedeutete, dass ein wenig gebastelt werden musste, denn auf die Schnelle war es mir nicht möglich 10x15cm Leporellos zu organisieren. Also mussten die Bilder ab in die Schneidemaschine. Das hatte wiederum den Vorteil, dass die Bilder größer (also 20x15cm) natürlich noch besser wirken. Nur hatte nicht jeder nach 10 Stunden Workshop die Zeit, noch ein wenig zu schnippeln. Zu guter Letzt streikte auch noch der Drucker, der die unscharfen Bilder nicht gleich drucken wollte, blöde W-Lan Verbindung.

Aber erstmal von vorne. Um 10 Uhr hatten sich alle Teilnehmer im Studio eingefunden und die 2-stündige Theorie ging fast wie im Fluge vorbei. Dann kam die spannende Phase, denn nun präsentierte ich die Themen. Ziel war es ja, eine stimmige Bildserie zu produzieren, die im manuellen Modus geschossen werden sollte. 6 Bilder sollten am Ende des Tages übrig bleiben, die restlichen mussten gnadenlos aussortiert werden. Bei der Themen Präsentation wurde klar, dass wird keine leichte Kiste für die Teilnehmer.

Die Themen waren:
Auf dem Boden, Vogelperspektive, Drunter und drüber, Blickwinkel, Auf der Strasse, Detailansichten, Nachgefragt, Unscharf, Bewegung, Verborgene Schönheit, Auf den zweiten Blick und Fehlerbehaftet.

Meine Idee, dass die Themen gezogen werden, habe ich spontan über Bord geworfen, stattdessen wurde gewürfelt. Da ein Würfel nur 6 Augen hat und es aber 12 Themen waren, konnten sich die Teilnehmer zwischen 2 Themen entscheiden.
Wenn man Glück hatte, waren es zwei einfache Themen oder eben ein schweres und ein leichtes Thema. Mit den Themen im Gepäck sind wir von Barmbek in die Innenstadt gefahren (Warum hat mir eigentlich keiner gesagt, dass Triathlon ist?) und haben den roten Faden gesucht, gefunden und umgesetzt. Zwischendurch kam die ein oder andere Kamerafrage und es war genügend Zeit vorhanden, einzeln und intensiv auf diese einzugehen, genauso wie ich es wollte. Zurück im Studio angekommen, hatte jeder Teilnehmer die Möglichkeit am Rechner seine Favoriten auszusuchen. Von den anderen Teilnehmern gab es Vetos, Befürwortungen und Lob. Die Bildauswahl in der Gruppe zu treffen, war ein Volltreffer. Über die Motive wurde diskutiert und gefachsimpelt. Tja, die tote Taube von Anni wäre wohl sonst nicht in der Serie gelandet. Nach der Bildauswahl hab ich noch einen kurzen Exkurs zum Thema Bildbearbeitung gemacht (Linien begradigen, Kontrast und stempeln von überflüssigen Bildinformationen). Alles im Rahmen des Notwendigen für die Serie. Die Bilder kommen also abgesehen von ein paar kleinen Korrekturen direkt aus der Kamera. Auch wenn der Bearbeitungsteil kurz ausgefallen ist, hoffe ich, dass die Teilnehmer hier etwas mitnehmen konnten.

Ich muss sagen, dass ich beeindruckt bin von den Serien der Teilnehmer. Sehr viel Kreativität und Leidenschaft wurden umgesetzt. Es war sicherlich nicht einfach aber eine Herausforderung. In welchem Kurs gibt es z.B. die Aufgabe mal unscharf zu fotografieren. Das stimmig hinzubekommen ist nicht einfach. Dennoch wurde das unglaublich kreativ umgesetzt.

Ich persönlich würde behaupten, dass die Premiere ein Erfolg war. Es wurde viel gelacht, die Truppe war super und ich freue mich jetzt schon in Zukunft weitere Bilder von den Teilnehmern anzusehen.

Nun möchte ich euch die Themen und die Ergebnisse nicht vorenthalten. Wer Interesse hat diesen Kurs auch einmal zu besuchen hat am 16. September wieder die Chance. Wenn alles gut geht, wird dieser Kurs Ende September auch seine Auswärtspremiere in Düsseldorf feiern, also seid gespannt.

Swenja: Thema – Auf den zweiten Blick:


Anni: Thema – Auf der Strasse:

Ingo: Thema – Verborgende Schönheit:

Timo: Thema – Blickwinkel:

Christoph: Thema – Fehlerbehaftet:

Thema – Unscharf:

Lars: Thema – Vogelperspektive:

 

 

 

Du kannst dabei sein. Deine Chance auf tolle Bilder.

Für den Portrait Workshop am 14.07.2012 suchen wir jemanden, der oder die so gut wie nie vor der Kamera stand. Es winken tolle Bilder und eine kleine Aufwandsentschädigung. Du wirst von den Teilnehmern und von uns Trainern fotografiert. Wenn du Interesse hast, schick ein Bild von dir an info@studio-barmbek.de mit dem Betreff „Bewerbung Portrait Workshop“ 

Martin und ich werden uns zusammen setzen und einen von Euch auswählen. Wir wollen keine Diskriminierung, deshalb können sich Männlein und Weiblein bewerben. Solltet Ihr hobbymäßig ein bisschen Modeln, müssen wir Euch leider einen Korb geben. Wir suchen wirklich einen blutigen Laien.

Wir haben bei dem Workshop natürlich noch ein professionelles Model am Start. 
Wer bereits wissen möchte, wer das ist, kann sich mal Ihre Webseite ansehen.

Nun aber flott bewerben. Bewerbungsschluss ist am 30.06.2012



Zum Workshop

 

Ich habe mich dazu entschlossen, der Studioseite einen Blog zu spendieren.
Es gibt hier Informationen zu neuen Workshops, zu Shootings im Studio und und und….

Neues aus dem Studio Barmbek

  • Am 24 und 25.06.2012 ist Slava Ebinger im Studio im gibt 2 Workshops – Schaut mal rein -
  • Am 18 August werden wir den Workshop "Klassisches Portrait mit 5 Lichtquellen- wiederholen.
  • Zusammen mit Daniel Schneider planen wir gerade einen neuen Workshop, seid gespannt
  • Nach dem tollen Feedback vom "Sonnenuntergangs und Nachtporträts" werden wir diesen demnächst wiederholen.
  • Es gibt einen neuen Workshop im Programm: "Portrait Workshop mit 2 Models und 2 Trainer"
  • Langsam wird es auch etwas konkreter was Lightroom und Photoshop Kurse betrifft.

Danke für dieses tolle Feedback.

Gruppenbild vom Workshop: "Sonnenuntergangs und Nachtporträts"